Handicap? Kein Problem!

"Bolzköppe" integrieren Behinderte seit neun Jahren
KASSEL. Es ist ein Konzept, das seit neun Jahren funktioniert: „die Bolzköppe”. In Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Kassel schafft es der Integrationssportverein Kassel, Menschen mit und ohne Handicap zusammenzuführen. Die gemeinsame Leidenschaft des Sports vereint die Jugendlichen.

An dem integrativen Fußballprojekt nehmen Jungen und Mädchen mit sozialen, geistigen, körperlichen oder motorischen Handicaps teil, die keine Möglichkeit finden, ihre Freude an Fußball, Bewegung und Training auszuleben. Zu den „Bolzköppen” gehören auch nichtbehinderte Jugendliche, die in „normalen”  Vereinen nicht genügend gefordert werden. Momentan besteht die Gruppe aus 18 Mitgliedern – größtenteils mit geistiger ­Behinderung.

Geleitet werden die „Bolzköppe” von Übungsleitern, die viel Leidenschaft in das Projekt investieren und auf langjährige Arbeit im Behindertensport zurückblicken können.  Trainiert wird in der Zeit von April bis Oktober jeden ­Donnerstag von 15.30 bis 17 Uhr auf den Waldauer Wiesen. Die Übungsleiter verfolgen damit ein genaues Konzept: „Wir leiten die Gruppe bewusst auch in den Sommerferien, da die Jugendlichen gerade in dieser Zeit auf ein anspruchsvolles Freizeitangebot angewiesen sind.” Das 90-minütige Übungsprogramm besteht aus einem ausgewogenen Verhältnis von Training  (30 Minuten) und Spiel (60 Minuten).

Ein Highlight stellen in der laufenden Saison Teilnahmen an Turnieren dar, wie zum Beispiel die Bolz-WM, und diverse Freundschaftsspiele gegen die Mannschaften der Lebenshilfe oder der August-Fricke-Schule. Hierbei achten die Trainer insbesondere darauf, dass alle Spieler zum Einsatz kommen.

Bericht: Pelle Faust | Extra-Tip
Foto: Soremski


Spenden für die Saison 2013/14: Die Fußballer freuten sich über 1.500 Euro, die von Barbara Mühlstädt vom Förderverein „Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not” überreicht wurden. Der Betreuer der Jugendlichen, Georg Ackermann, bedankte sich mit einem Blumenstrauß. Foto: Soremski
zurück