Was ist uns aus dem Paradies geblieben?
– Das Lachen der Kinder!

Der Verein Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not e. V. stellt sein Engagement in den Dienst dieses Lachens

Seit 1999 arbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins gemeinsam mit den vielen Partner-Zahnarztpraxen in Hessen und deutschlandweit sowie ungezählten Patientinnen und Patienten daran, die Gründe aus der Welt zu schaffen, die dafür sorgen, dass Kindern ihr Lachen verloren geht. In vielen Fällen ist eine langwierige und komplizierte Krankheitsgeschichte die Ursache des Verlusts. Krebs, physische und kognitive Behinderungen, Sport- und Verkehrsunfälle, Herzkrankheiten sowie Fehlbildungen oder Verletzungen, die aus kriegerischen Auseinandersetzungen herrühren, sind nur die Allgemeinbegriffe, hinter denen sich die tragischen Einzelschicksale von Kindern und Jugendlichen verbergen. Neben dem Engagement für schwer kranke und behinderte Kinder kämpfen die Vereinsmitglieder und ihre Unterstützer in den Praxen landauf, landab gemeinsam gegen die Sucht und ihre Folgen. Das aktuelle Projekt zur Drogen-, Gewalt- und Alkoholprävention an Schulen, für das der Verein den Oskar-Music-Award Preisträger Thomas „Stolle“ Stolkmann als Projektleiter gewinnen konnte, soll Prävention durch Aufklärung dort ermöglichen, wo Kinder und Jugendliche in der Regel zuerst mit Alkohol und Drogen konfrontiert werden: Während ihrer Schulzeit, auf dem Schulweg und durch Mitschüler, die über Drogenerfahrungen verfügen und dazu beitragen, dass Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum von Jugendlichen als „cool“ wahrgenommen werden. Im Unterschied zur Aufklärung durch Fakten und Zahlen setzt Stolkmann eher auf den Einfluss seiner Stimme, den Klang seiner sechs Saiten und die Kraft seiner Texte, die auf ihrer Authentizität basiert. „Stolle“ weiß, wovon er singt, denn er hat selbst die Erfahrung gemacht, dass Drogen und Alkohol Menschen verändern und vernichten können. Wenn Erfahrungen und Gefühle in Musik fließen, dringt die Botschaft durch und verändert das Bewusstsein der jugendlichen Hörer – anders, nachhaltiger und positiver als dies durch psychoaktive Substanzen geschieht. Davon zeugen auch die Reaktionen der Kinder und Jugendlichen an den Schulen, die bereits von dem Projekt-Team besucht wurden.
Nicht umsonst hatte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans im Oktober des vergangenen Jahres das Präventionsprojekt zum Projekt des Monats erklärt
und den Verein auch dadurch zum Weiterarbeiten ermutigt.
Doch diese Weiterarbeit bedarf der tatkräftigen Hilfe. „Dass man viel zu bewegen vermag, wenn Viele mithelfen, ist eine beinahe triviale Feststellung. Dennoch müssen wir immer aufs Neue daran erinnern, dass ohne die aktive Mithilfe auch wir nicht helfen können. Wir brauchen die Unterstützung der Zahnärztinnen und Zahnärzte in den Praxen und ihrer Patientinnen und Patienten, wenn es darum geht, das Altgold aus erneuerten Kronen für einen guten Zweck zu spenden. Wir brauchen aber auch Unterstützung durch einmalige Geldspenden oder Menschen, die sich zu einer Fördermitgliedschaft entschließen, um durch immer neue Projekte Kindern ihr Lachen zurückgeben zu können“, sagt Evelin Bernhard, die ehrenamtlich im Vorstand des Vereins aktiv ist. Auch der Rückgang bei der Verwendung von Edelmetallen in der Zahnmedizin wird immer deutlicher spürbar und für die weitere Vereinsarbeit ist es unbedingt notwendig, neben der Sammlung von Zahngold weitere Mittel zu erhalten, um den ungezählten Bitten um Unterstützung entsprechen zu können. In den Jahren seit Vereinsgründung wurden über 1.000 soziale Projekte unterstützt, angestoßen und zu Ende geführt.
Zahnärzte, die gemeinsam mit ihren Patienten die Arbeit des Vereins mit Sitz in Kassel unterstützen wollen, finden auf der Webseite (www.zphkinder.de) alle Informationen.

Quelle: DHZ
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Für das Kinderklinikum Kassel wurden fünf mobile Schmerzpumpen für krebskranke Kinder und Kinder mit anderen schwersten Erkrankungen finanziert (links im Bild Evelin Bernhard, rechts Bettina Westhelle ZPHKinder e. V. mit Mitarbeitern des Klinikums und einer kleinen Krebspatientin).
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